Ge­dan­ken zum Ge­schäft (2)

Wie der in­ter­es­sier­te Le­ser von un­se­ren Vor­be­rich­ten weiss, zeich­net sich un­ser Den­ken durch ein so­zia­les Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl ge­gen­über un­se­ren Mit­ar­bei­tern aus. Wir be­geg­nen die­sen mit Re­spekt und An­er­ken­nung. Ja, wir ach­ten die schwa­chen Men­schen in un­se­rer Ge­sell­schaft und ha­ben gro­ssen Re­spekt vor Mit­ar­bei­tern, die je­den Tag zwölf Stun­den im Kran­ken­haus oder beim Bur­ger­bra­ter ih­ren Dienst lei­sten und dann bei uns ih­ren ei­gent­li­chen Fei­er­abend der Kno­chen­ar­beit wid­men.

Die Er­fah­rung zeigt, dass nie­mand in der Ge­bäu­de­rei­ni­gung ar­bei­tet, weil ihm oder ihr lang­wei­lig ist oder weil RTL ein schlech­tes Pro­gramm hat. Nein, die­se Leu­te kön­nen das Geld gut ge­brau­chen. Nach sol­chen Er­fah­run­gen und in Kennt­nis vie­ler mensch­li­chen Schick­sa­le be­ginnt man, ei­ne be­stimm­te Sicht­wei­se auf un­se­re Ge­sell­schaft zu be­kom­men.

Lei­der kann nicht je­der IT-Spe­zia­list, Chef­arzt oder Di­rek­tor wer­den. Die Ge­sell­schaft braucht auch Rei­ni­gungs­kräf­te und muss sich auch um Schwä­che­re küm­mern, die gar kei­ne Ar­beit ha­ben. Auf der an­de­ren Sei­te der Me­dail­le kämp­fen wir trotz un­se­res fai­ren Mit­ein­an­ders mit mas­si­ven Nach­wuchs­pro­ble­men:

  • Auf un­ser im De­zem­ber 2015 auf die­ser Web­site ver­öf­fent­lich­tes Stel­len­an­ge­bot hat sich noch nie­mand ge­mel­det.
  • Auf ein kürz­lich in der NN auf­ge­ge­be­nes In­se­rat hin, wel­ches in der Mitt­wochs- und in der Sams­tags­aus­ga­be er­schien, ha­ben zwei Men­schen an­ge­fragt.
  • Auf ein In­se­rat im »Markt­spie­gel« hat sich ei­ne Per­son in­ter­es­siert ge­zeigt.
  • Ei­ne Mit­ar­bei­te­rin hat ih­re von der So­zi­al­hil­fe le­ben­de Nach­ba­rin ge­fragt, ob die­se bei uns ein­stei­gen möch­te, und be­kam zur Ant­wort »ich möch­te mich mit Putz­ar­beit nicht er­nied­ri­gen«.

Wie soll das wei­ter­ge­hen?

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